Landshut 1993 – 2021

Hauptwerke aus seiner „Landshuter Zeit“ zeigt der Künstler Markus Wimmer ab 15. Juni in der Rochuskapelle. Mit dem Titel „Markus Wimmer und Soziale Skulptur – Landshut 1993 – 2021“ zieht er ein Resumé seines Schaffens: Schüttbilder, Zeichnungen, Linolschnitte, Lithografien, Pflanzenfarbenaquarelle, Wachsskulpturen, Installationen und Performances. Facettenreich spannt sich ein Bogen von den Themen Kreativitätsimpuls und Freiheit, Farbe und Expressivität, hin zu schamanischen und spirituellen Inhalten, wie der „Jenseitsreise“, zu einem neuen ganzheitlichen Menschenbild.

Ein weiteres wesentliches Aufgabengebiet erfüllte der promovierte Kunsthistoriker in Landshut mit Menschen unterschiedlicher Kulturen und mit ganz verschiedenen Gaben zwischen drei und 88 Jahren: Aktionen fanden statt in seiner Galerie 561, der Rochuskapelle/ Haus International, in Kindergärten, Horten, Schulen, Altenheimen, im Übergangswohnheim und Gruppenunterkünften für Geflüchtete, einem Begräbnisinstitut, einem Bioladen, einem Café, in Banken, einem Schuhgeschäft, an Kunstorten, im Marstall der Stadtresidenz, in Kirchen, auf Plätzen und Wiesen, in Hinterhöfen und an der Isar. Es entstand eine lebendige organische „soziale Skulptur“, an der Hunderte von Menschen mitwirkten. An einigen Stellen der Stadt sind noch sichtbare Spuren davon erhalten, doch die meisten Eindrücke leben in den Herzen und erfüllten mit Formen, Farben, Bewegungen, Rhythmus, Klang, Gedanken, Sprache und Ritual den magischen Begegnungsraum. Diese gemeinsam erschaffene „unsichtbare Skulptur“ wirkt fort in die Zukunft und verändert die Welt“, sagt der nun in der Nähe des Ammersees lebende Künstler. Ein Katalog dokumentiert Stationen und Inhalte dieses sozialen Teilens gelebter Kreativität.

Zur Vernissage am Mittwoch, 15. Juni um 19 Uhr, wird performativ eine gemeinsame soziale Skulptur entstehen. Führungen durch den Künstler mit anschließendem „Trommeln für den Frieden“ am 16. Juni um 12 Uhr und am 9. Juli um 12 Uhr runden das Rahmenprogramm ab.

Dauer der Ausstellung: 15. Juni   – 28. Juli  2022
Öffnungszeiten: Mo bis Sa 14 – 17 Uhr (außer Feiertage)