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Als die Kuratoren Uta Spies, Kulturbeauftragte der Stadt, und der freie Journalist Christian Muggenthaler im vergangenen Jahr das Thema für die 20. Literaturtage auswählten, konnten sie nicht ahnen, welch besondere Aktualität dieses Thema „In Zukunft“ bekommen würde.

Die literarische Ausgestaltung der Zukunft hat für Autorinnen und Autoren immer einen gewissen Reiz gehabt. Dabei geht es nicht nur um klassische Science-Fiction-Literatur, sondern auch um die für die nahe Zukunft relevante Frage – „Wie wollen wir leben?“. Die Literaturtage präsentieren mit Lesungen, Buchvorstellungen, Vorträgen und Inszenierungen sowohl den Blick in die Lebens-, Arbeits- und Umwelt der nahen Zukunft mit ihrer wissenschaftlichen und politischen Entwicklung als auch Zukunftsutopien und -dystopien der klassischen und aktuellen Literatur.
Die bewährte Mischung aus überregionalen Autorinnen und Autoren und Kulturschaffenden aus der Region wird auch die 20. Auflage der Literaturtage prägen. Freuen Sie sich mit mir auf ein abwechslungsreiches und spannendes Programm.

In den vergangenen Monaten mussten wir lernen, dass die unmittelbare Zukunft alles andere als sicher und planbar ist. Auch kulturelle Veranstaltungen leiden unter dieser Planungsunsicherheit. Ende Juli sendete das griechische Nationaltheater im Live-Stream „Die Perser“, das älteste überlieferte Drama des griechischen Dichters Aischylos. Bemerkenswert ist der Ort: Das Stück wurde aus dem antiken Theater Epidauros gesendet. Diese Stätte ist Teil einer dem Gott Asklepios geweihten Kult- und Heilstätte. Hier suchten Kranke bereits 400 v.Chr. Ruhe und Heilung. Dass Literatur einen Beitrag zur menschlichen Gesundheit und Gesundung leistet, ist also ein sehr alter Hut.

Alexander Putz
Oberbürgermeister der Stadt Landshut